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Wer einmal lügt dem glaubt man nicht!
Es ist schon einigermaßen verwunderlich was man da in der RP am 09. März als Schlagszeile im Lokalteil lesen konnte. Dort steht „Enders empfahl Schließung“. Ausgesprochen wurde dies nicht nicht etwa von einem der vielen Bürger die sich in Kommentierungen um das WAH Sorgen machen und im Übrigen das auch schon immer so vermutet hatten.
Nein, der Sprecher der Gocher Kuratoren der KKiKK Pfarrer Hoebertz sprach und hat damit auch bestätigt , was allgemein in Goch bereits vermutet worden war, der Geschäftsführer der KKiKK Dr. Enders hatte nicht nur die Wahrheit hinsichtlich seiner Position in dieser Frage zurückgehalten und geschwiegen, nein, er hatte in seiner Pressekonferenz zum Thema „Schließung WAH Goch“ öffentlich behauptet „eine Schließung würde nicht betrieben werden“.
Glaubt man der Berichterstattung, sollte man Herr Dr. Enders als Geschäftsführer in einem kirchlichen Krankenhausverbund vielleicht mal empfehlen, nicht nur in die Bilanzen zu schauen, sondern unter „2. Mose 20, 16 das 9. Gebot nachzulesen – Du sollte keine falsche Zeugnis geben, gegen deinen Nächsten“.
Wer einmal lügt dem glaubt man nicht, sagt der Volksmund. Die massive und vielfältige Reaktion in der Öffentlichkeit in der jüngsten Vergangenheit hat dies eindrucksvoll bestätigt. Viel Vertrauen ist hier durch Fehlinformation und Wortklauberei zerstört worden.
Die Anwendung geschäftlicher Mechanismen und Ableitung strategischer Entscheidungen zur Sicherstellung des Erhaltes der Gesundheitsversorgung , die sich für die KKiKK aus dem wirtschaftlichen Wettbewerb mit anderen Krankenhäuser ergeben, müssen auch mit der Tatsache in Einklang gebracht werden., dass dieser spezielle Verbund von Krankenhäusern auf kirchlichen Stiftungsrechtes gründet, den Zusatz „Katholisch“ im Namen führt und deshalb hoffentlich der Beachtung christliche Grundwerte insbesondere im Umgang miteinander einen besonderen Stellenwert zugemessen wird. Dies gilt insbesondere im Umgang mit den Menschen – Patienten und Beschäftigten.
Es gilt verlorenes Vertrauen in der Öffentlichkeit wieder aufzubauen. Das kann nur geschehen, wenn man aufhört, die durchaus vorhandene sensible Aufmerksamkeit und Fachkunde in der Öffentlichkeit zu unterschätzen.
Bürger, Patienten und Mitarbeiter in der KKiKK sind intellektuell durchaus in der Lage Sachzwänge nachzuvollziehen. Sie erwarten aber mit ihren zum Teil existentiellen Befürchtungen ernst genommen zu werden. Transparenz und Nachvollziehbarkeit in diesem Zusammenhang gilt insbesondere für richtungweisende Entscheidungen, die in erster Linie sie betreffen.
Nur mal so zum nachdenken!
Jetzt erst Recht einer verfehlten Ausrichtung des Krankhausverbunds vorbeugen!
Es war kein Scherz nach Karneval, sondern ein berechtigter Weckruf des Bürgermeisters Karl Heinz Otto die Gocher Bevölkerung zu alarmieren. Die Medienberichte von der drohenden Schließung des Gocher Krankenhaus ließen aufhorchen. Was ist dran an den Meldungen fragt sich der gesunde Menschenverstand. Vermutungen und Befürchtungen brachten viele Theorien auf den Tisch. Diese wurden Seitens des Krankenhausverbundes aber auch nicht ausreichend widerlegt. Es wurde eher beschwichtigt und die Situation verharmlost. Die geschaffenen Tatsachen aber ließen berechtigte Zweifel an den Aussagen aufkommen. Wer nicht für Transparenz sorgt, der muss sich auch nicht wundern, dass in allen Richtungen spekuliert wird. Nun sickert immer mehr durch und es gibt Anzeichen, dass sich der größte Partner im Klinikverbund als der unzuverlässigste herausstellt.
Um alle Standorte im Klinikverbund zu stärken mussten Umstrukturierungen bzw. Bündelungen von zusammengehörenden Fachabteilungen her. Jüngste Krankenhaus Rating Reports belegten sogar die notwendigen Neuausrichtungen. Schon 2009 fiel die wirtschaftliche Lage bei ländlichen Krankenhäusern mit reiner Grundversorgung am schlechtesten aus. Ländliche und städtische Krankenhäuser schnitten besser ab, wenn sie sich spezialisiert hatten. Der neue Weg leuchtet da auch jedem Laien ein, wenn man diese Dinge liest. Der Aufsichtsrat im Klinikverbund musste mit seiner notwendigen 80 % Stimmenmehrheit jetzt über die Verlegungen der Fachabteilungen innerhalb der Standorte beraten und beschließen. Quid pro quo hieß es da noch Anfang letzten Jahres für die Mitglieder des Aufsichtsrates. Gerade Goch zeigte sich hier auch besonders flexibel und Kompromiss bereit. Stimmte den Verlegungen der Gynäkologie, der Geburtenhilfe und wie es sogar jetzt auch scheint, der Verlegung des Brustzentrums zu. Eine dicke Kröte die man da schlucken musste, weil sich so scheint es, gerade Kleve mit seinem 50 % Stimmanteil vehement gegen Alternativen und damit gegen eine umgekehrte Verlegung seiner Fachabteilung nach Goch wehrte. Goch sollte zum Ausgleich der Standortsicherung, die Orthopädie, Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie bekommen. Presseberichten im Dezember 2011 zu folgen unter der Leitung des neuen Chefarzt Prof. Dr. med. Christof Braun. Doch für Kleve und das nicht nur in Persona des Hauptgeschäftsführers gilt wohl nicht der Rechtsgrundsatz und das ökonomische Prinzip, nach dem jemand, der etwas gibt, dafür eine angemessene Gegenleistung erhalten soll. Nein man hebelt sogar Beschlüsse aus. Das nennt man Vertrauensbruch. Nicht nur Intern gibt es diesen nun, auch Patienten sind verunsichert und entscheiden sich bereits jetzt für andere Krankenhäuser. Was letztlich allen Standorten im Klinikverbund schadet. Und eines hat die Sache auch gezeigt, man wäre besser beraten, man hätte einen neutralen Hauptgeschäftsführer im Klinikverbund, der die Interessen aller Standorte vertritt und die Beschlüsse für seinen Aufsichtsrat sorgfältiger vorbereitet. Von den Mitarbeitern wurde mehr Flexibilität in neuen Arbeitsverträgen verlangt und auch sie sind bereit und willens an anderen Standorten im Verbund ihre professionelle Arbeit abzuliefern. Jetzt wird es höchste Zeit, dass der größere Partner im Klinikverbund genau diese professionelle Arbeit abliefert und sich nicht nur für seinen Standort entscheidet.